Wenn die 50 leise ans Türchen klopft…

Tsja, was soll ich sagen? Da bin ich dann mal 49 Jahre alt geworden.

An dieser Stelle wünsche ich mir jetzt bitte sehr erstauntes Raunen und ungläubiges Kopfschütteln. Danke! Das salbt die Seele.

Jedenfalls befinde ich mich nunmehr auf direktemangem Weg zur 50. FÜNFZIG! Fuffzich! Oder in der schlimmsten Version: halbes JAHRHUNDERT.

Ich sag euch was, ich weiß nicht so recht, ob mir das gefällt…

Schnöde Zahlen – nur Schall und Rauch?

Oben siehst du ein Foto von mir. Oh ja, das ist re-la-tiv aktuell, es wurde im Urlaub in Schweden letzten Sommer aufgenommen. Und? Sieht doch noch recht fresh aus, oder?

Ich wollte jetzt gerade damit angeben, dass das sogar ungeschminkt ist. Hm, aber durch die Sonnenbrille ist das nun auch nicht unbedingt strunzwürdig.

Aber ich sag dir was.. Das ist mit dem Smartphone gemacht und ich hab keine Ahnung wie viel Filter das Ding voll automatisch, ohne dass ich etwas einstellen muss, in das Foto zaubert. Ist das jetzt Realität? Keine Ahnung! Ich seh mich tatsächlich sehr selten…

Wobei! Ich sehe gerade die kleinen Knitterfältchen im Dekolleté. Also kein Filter. Seufz.

Wenn die Schwerkraft zuschlägt und die Regenerationsfähigkeit langsamer ist als man selbst

Am häufigsten seh ich mich morgens im Spiegel an. Das ist aber dummerweise direkt nach dem Aufstehen. Dem lesenden Junggemüse sei gesagt: Das ist nicht unbedingt schön! Das ist nicht das, was ich sehen möchte jedenfalls.. Das war früher anders. Echt. Und selbst wenn man früher nach einer langen Nacht mal ausgesehen hat, als sei man mit einem gewaltvollen Panda im Clinch gewesen… das hat die Natur noch deutlich zügiger weggebügelt bekommen als heute.

Seufz.

Und überhaupt.. Vor ein paar Jahren hab ich noch über den Ausdruck „Genscherbäckchen“ Tränen gelacht – so langsam finde ich das gar nicht mehr witzig.

Das Blöde beim genauen Ansehen im Spiegel ist, dass man a) sowieso selbst der schärfste Kritiker seiner selbst ist und b) das ganze ja kein Ansehen im Vorbeiflug, sondern eher ein haarscharfes Scannen ist. Macht sonst keiner mit einem, nur man selbst.

Hat man sich überhaupt so genau angesehen vorher? Früher? In den „guten, alten Zeiten“? Neeee, glaub ich nicht. Ich war da jedenfalls nie sonderlich interessiert dran.

Dummerweise bin ich zudem noch nicht altersweitsichtig genug als dass ich das im Spiegel gar nicht mehr sehen KÖNNTE! Das kann ich noch ziemlich gut.

Der/die Erfinder/in des Vergrößerungsspiegels gehört generell in die hinterste Ecke der Walachei verbannt. Wobei.. ohne den wäre ich vielleicht schon zur Ziege mutiert… Ihr wisst, diese blöden Einzelhaare am Kinn.

Aber wenden wir mal den Blick vom Spiegel ab. Ich bin ja nicht nur Gesicht! Und somit ist das auch nicht meine einzige Baustelle… Es gibt da mehrere – größere und kleinere.

Es kracht derzeit etwas im Gebälk

Na gut, da jammer ich auf hohem Niveau wahrscheinlich. Bedingt durch die Tatsache, dass ich als Trainerin den Auftrag wahrnehme, 11 Sportkurse pro Woche zu scheuch.. äh… liebevoll zu trainieren, tu ich natürlich einiges für mein Körperchen. Auch wenn ich mir gut überlege, an welcher Stelle ich voll mitmache und an welcher ich mich besser ein wenig zurückhalte, um noch in vernünftigem Zustand durch die Woche zu kommen, bleibt doch einiges an Trainingseinheiten an mir hängen.

Ich denke also schon, dass ich gemessen an meinem hohen Alter, relativ fit bin. Ganz normalerweise hab ich zum Beispiel auch nullkommanull Probleme mit meinem Knochengerüst. Wenn ich mir nicht neulich bei einer Übernachtung in einem knallharten Hotelbett in Nürnberg irgendwas an der Schulter gezockt hätte. Und das ist mal so richtig hartnäckig! Seit Wochen! Da bekommt man ein kleines Gefühl dafür, wie es sein kann. Möge es rasch von dannen ziehen…

Sudda, Sudda, wechsel dich?

Nächster Punkt auf der Liste: Die Wechseljahre, die ja nu auch so langsam in Gang kommen werden.

Da reicht es mir, diesen Artikel von Frau A.Meise auf meiner großen Webseite zu lesen und schon hab ich ZACK da gar keinen Bock drauf: Wechseljahre – Klimawandel spezial!

Aber was willste machen – es gibt Dinge, die kann ich nicht verhindern. Aber vielleicht kann ich die irgendwie abmildern?

Tickt wenigstens das Gehirn noch ganz sauber?

Darüber können wir uns streiten. Tatsache ist, dass ich zur Vergesslichkeit tendieren. Aber das muss nicht zwangsläufig etwas mit dem Alter zu tun haben. Kann auch an meinem (noch) manchmal etwas unsortiertem Leben liegen. Wenn du zu viel im Hinterkopf behalten musst, ist wahrscheinlich schlicht nicht mehr so viel Kapazität für die Banalitäten des Lebens wie

  • Hab ich den Herd ausgeschaltet?
  • Was wollte ich eigentlich hier im Keller?
  • Wie hieß noch gleich die Band, die das Lied XY dereinst sang?
  • Mist, ich hab den Einkaufszettel auf dem Küchentisch liegenlassen!
  • … (to be gefühlt endlos continued!)

vorhanden.

Aber schadet ja nix, das parallel im Auge zu behalten und vielleicht mal nach Übungen oder Unterstützung für das Denkgewölbe Ausschau zu halten.

Sudda im Stylecheck

Ich bewundere ja total die überaus stilvoll gewandeten Persönlichkeiten, die sich sicher und geschmackvoll kleiden. Immer schön aus dem Ei-chen gepellt, dezent und perfekt geschminkt, aber BITTE ohne total künstlich oder aufgesetzt zu wirken. Also nicht „obendrüber“. Genau auf den Punkt sozusagen.

Ach, kommt, solche kennt ihr bestimmt auch, oder? Denkt mal nach. Da kann ich richtig ehrfürchtig-neidisch werden. Also positiv-neidisch, nicht grüngelb-neidisch.

Stylefaktor bei mir? Äh. Tsja. Sagen wir mal so… Theoretisch schon, ich weiß ganz, ganz genau, was ich mag und was mir gut steht. Ich kenn meine Farben, glaub ich zumindest. Praktisch ist die berühmte Servicewüste gegen mich eine prächtig blühende Oase!

Warum? Dafür müsste ich mir Zeit nehmen. Mach ich viel zu selten, unter anderem auch, weil es mir dann doch bislang zu unwichtig war. Würd ich auch gerne ändern.

Warum mich das alles ein wenig nervt?

Ich glaub, das ist die ENDLICHKEIT. Biste jung, haste dein Leben vor dir. Biste 49, musste schon harsch fit und gesund sein, um dich in der Illusion lassen zu können, dass du die Hälfte deines Lebens noch nicht durch hast… Und wenn via Geburtstag schon wieder mehr auf den Tacho des Lebens kommt.. Määäähhhh!

Alles auf dem absteigenden Ast von hier aus? Wie schön wird der Rest dann also noch? Erst recht ein Grund, noch einmal so richtig Gas zu geben. Nicht wahr?

No Barbiegirl!

Eins möchte ich an dieser Stelle noch mal intensiv glattziehen: Ich bin KEINE Barbie. Ich hab auch nicht vor, jemals eine zu werden. Ich wünsche mir aber… Optimierung? Verbesserung? Ein Bollwerk der Prophylaxe gegen das Heranrauschende, sofern beeinflussbar.

Und ich bin bereit, harte Maßnahmen zu ergreifen!

Exkurs: Tatsächlich gibt es bei Instagram, wo ich mich auch mal mehr, mal weniger tummele, den Hashtag #nobarbiegirl. Erwäge, den zu kapern und intensiv für meine Belange einzusetzen… Wo ich bei Instagram zu finden bin? Hier: @LCHF.de

HILF MIR!

Das hätte ich gerne. Echt. Deine Meinung, deine besten Kniffe und Tricks. Was sollte ich tun?

Schreib mir doch einfach mal einen Kommentar, wenn du eine richtig gute Idee hast. Das wäre so super!

Malefiz, ich sag es euch: Altern ist nichts für Weicheier!

Schreib mal wieder!

Du hast einen Gedanken, eine Idee oder irgendetwas, was du mir hinterlassen möchtest? Dann hinterlasse mir das doch in genau diesem Formular als Kommentar.

Bitte beachte, dass ich alle Kommentare von Hand freischalte. Und wir alle wissen: Handarbeit ist Qualität und braucht eben seine Zeit. Ich danke für dein Verständnis!

4 Antworten

  1. Ach ja, liebe Annija,

    die Wechseljahre und der Eintritt in den Club der Ü50-Jährigen, das ist alles durchaus auch für Weicheier nicht zu verhindern und sicher hilft uns nicht nur da der Spruch von Ringelnatz ein wenig durch die trüberen Phasen:

    „Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.“

    In diesem Sinne: Es macht jede Menge Spaß auch die witzigen Aspekte des Alterns zu entdecken (JA, die gibt es auch) und sogaf immer wieder mal über Sprüche zu schmunzeln wie den hier – den bekam ich von einem lieben Menschen, der von meiner, bestimmte Teil-Bereiche meiner Erinnerung betreffenden, immer noch bestehenden Amnes(t)ie gehört hatte:

    „Ich leide nicht an Gedächtnisverlust, ich genieße ihn.“

    Und darum machen wir doch jederzeit und so lange es geht nicht nur aus Zitronen Limonade, sondern auch heiter weiter 😉

    1. „Ich leide nicht an Gedächtnisverlust, ich genieße ihn.“

      Hahaha… was für ein Spruch, den merk ich mir. Recht haste!! Du bist ne Marke. <3

      1. Nun ja, das ist quasi meine Art von „Humor – Marke Eigen-Bau-Satz“ ;—}

        Der liebe Mensch, der mir die Karte mit diesem Spruch damals in meiner Rekonvaleszenz per Post schickte, ist 25 Jahre älter als ich und wir kennen uns schon knapp 30 Jahre :0

        Er hatte etwa zur selben Zeit wie ich vor fast 4 Jahren an Langzeitnarkoseauswirkungen wie bspw. das sogenannte „Durchgangs-Syndrom“ u.a. zu knabbern und so manch anderes Uns-Verbindende zu verkraften und zu verarbeiten, von daher wusste er genau, was mir dabei helfen würde, damit langfristig klarzukommen 🙂

        1. Hallo Liebeli,

          jetzt musste ich erst einmal Googlen, was das Durchgangs-Syndrom ist. Das klingt sehr… schwierig. So schön, wenn man sich dann gegenseitig stützen kann.

          Und ich liebe deinen Humor, aber das weißt du ja. <3

          Drückerchen
          Annika

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