Vorsatz: Mehr gesunde Tage

Wie ich schon im letzten Beitrag „2020 wird alles anders!?“ geschrieben habe, mache ich mir in diesem Jahr schon etwas genauer und nicht zwischen Tür und Angel Gedanken über das, was ich gerne ein wenig anders hätte.

Natürlich kannst du dir jetzt Gedanken darüber machen, inwiefern es sinnig oder gut ist, gerade zum Neuen Jahr Ziele zu definieren, aber weißt du? Ich mag manche Traditionen einfach gerne – und diese gehört dazu. Vielleicht weil ein neues Jahr mir taufrisch und unverbraucht anmutet, vielleicht wie ein Neubeginn… neee… sagen wir: eine nagelneue Chance? Ja, ich glaube, das ist der Grund, warum ich diese Tradition so mag.

Kritzel-kratzel-scribble: Vom Plan zur Zielformulierung

Ich gebe zu, bei mir dauert eine konkrete Zielformulierung etwas länger. Das ist so ein kleines Manko bei mir, denn ich weiß nicht immer direkt genau, was ich wirklich, wirklich WILL! Also wollen, nicht „wäre schön“ oder „ich sollte besser“.

Darum habe ich mir Papier und Stift an einem zentralen Ort unserer Behausung gelegt, damit ich jegliche Ideen erst einmal sofort ungefiltert notieren kann, sobald sie mir ins Gehirn dröppeln. Das heißt natürlich noch lange nicht, dass aus den ersten Ideen auch dann DIE Ziele werden, nein.

Phantasie ausfiltern

Ich bin ziemlich phantasievoll, nennen wir es mal so… Wenn ich Notizen nur für mich selbst anfertige, finde ich das völlig in Ordnung, denn wie heißt es so schön in einem alten Volkslied? „Die Gedanken sind frei!“

Und ich weiß von mir, dass aus einem zunächst noch so quer erscheinendem Brainstorming (gibt es dafür eigentlich ein passendes Wort auf Deutsch? Also voll umfänglich dieser Aussagekraft entsprechend?) irgendwann genau DAS entsteht, wenn man nur zulässt, dass so ein Erstfunke sich nach und nach entfalten darf. Ist ja bei einem Feuer nicht anders: Erst ein Fünkchen, dann ein Flämmchen, am Ende ein Feuer! Also bestenfalls.

Und so kam es zu meinem Ziel für 2020 – hier ist es!

Mehr gesunde Tage

Damit meine ich nicht, dass ich gerne für 2020 mehr Tage hätte, an denen ich nicht krank bin. Ich bin nämlich selten krank und wenn dann nur kurz und knackig. Das ist so seit ein paar Jahren (mag mit LCHF zu tun haben), während ich vorher locker 2-3 mal pro Jahr von echt fiesen Infekten (vornehmlich Halsschmerzen und Entzündungen der Neben-/Stirnhöhlen) jeweils für min. 2 Wochen niedergestreckt wurde.

Dennoch geht es mir dabei natürlich auch um die Gesundheit, meinem Körper wohltun. Aber mit „gesund“ meine ich auch Seelendinge, denn ihr könnt mir sagen, was ihr wollt, die Seele spielt eine gewichtige Rolle für das Wohlbefinden.

Summa summaruM. Mit „gesunden Tagen“ meine ich das Ausleben der LebensART oder des LebensSTILS, von dem ich nach bestem Wissen und Gewissen ausgehe, dass er gut für mich ist.

Aber, aber… Wenn da nur nicht die Grätsche zwischen Theorie und Praxis immer wieder dazwischenbaumeln würde. Kennste auch? Darum gilt:

Mal schön geschmeidig bleiben

Nicht alles kann ich stets zu 100% schaffen, nicht immer werde ich konsequent sein. Finde ich aber nicht schlimm, denn ich möchte mich auch nicht mit dem Druck unter Stress setzen!

Alles, was ich „schaffe“ und „richtig“ mache, ist etwas FÜR MICH. Und wird mir gut tun – soweit meine Überzeugung.

Gesunde Tage - meine Definition

Tsja, ich denke nicht, dass ich mich da an einer Art „Punkteliste“ entlang hangeln und sagen kann: „Jippie, 9 von 10 Punkte, DAS war jetzt ein guter Tag“ oder „Sh*ce, nur 4 von 10 möglichen Punkten – ich habe versagt!“.

Ob ein Tag gesund war, das reflektiere ich am Ende eines jeden Tages in aller Ruhe, kann mir dann auch direkt überlegen, ob etwas verbesserungswürdig ist oder mich eben feiern, wenn ich es mochte. Das ist eine Sache zwischen MIR und MIR.

An einem gesunden Tag...

... lege ich Wert auf meinen Schlaf

Ich möchte regelmäßig ausschlafen. Nein, damit meine ich nicht, dass ich den ganzen Vormittag im Bett liegen bleiben möchte! Aber ich sollte schon auf mein Schlafpensum (das ist übrigens sehr individuell) kommen. Wenn ich früh raus muss, sollte ich am Abend zuvor darauf achten, rechtzeitig ins Bett zu kommen. Wenn ich abends lange unterwegs bin oder aufbleibe, sollte ich die Chance haben, am nächsten Morgen länger zu schlafen bzw. mir einfach gönnen, länger liegen zu bleiben. Darum werde ich da genauer hinsehen und auf meine innere Uhr und mein Bauchgefühl hören, soweit das möglich ist.

An einem gesunden Tag schlafe ich im „richtigen Umfeld“. Ich kann nämlich leider unglaublich gut auf dem Sofa ein- und durchschlafen. Tatsächlich habe ich es sogar schon geschafft, im Sessel sitzend einzuschlafen… *rolleyes*

Ich denke, wir sind uns einig, dass das keine besonders entspannende Schlafsituation ist. Der richtige Ort für erholsamen Schlaf ist im Bett, vernünftig dunkel, ohne störende Einflüsse von Musik/TV/Handy, gut gelüftet, nicht zu warm, nicht zu kalt.

...nehme ich mir Erholungsphasen

Ich muss akzeptieren, dass ich jeden Tag Pausen brauche. Echte Pausen – keinen Fake. Echte Pausen sind Zeiträume, in denen es UM MICH geht, in denen ich quasi (zumindest innerlich) die Füße auf den Tisch lege, vielleicht eine Tasse Tee trinke und durchatme. Pausen können meinetwegen nur ein paar Minuten lang sein, aber nach einer Pause sollte ich mich etwas erholt fühlen. (Ja, das mit dem erholt fühlen ist wohl der sinnvollste Maßstab dafür.)

Meditation tut mir gut und werde ich weiter machen. ABER.. ich habe meine ganz eigene Form der Meditation für mich entdeckt oder entwickelt oder gefunden oder wie man das nun nennen mag. Mach ich aber auch mal separat in einem Blogpost. Ich kann nämlich nicht nur ganz einfach still sein und atmen – ICH brauche das Gefühl, dabei etwas „Sinnvolles zu tun“. Das hab ich jetzt gefunden und kann dabei abschalten wie keine zweite. Einmal für am Tag und einmal beim Einschlafen. Herrlich!

Mehr gesunde Tage - mit Kaffee und Kuscheldecke

...steh ich hinter mir

Zu einem gesunden Tag gehört auch Zeit für private Kontakte, mit Freunden und/oder Familie. Mal auf einen Kaffee treffen, freuen und lachen, spazieren oder ausgehen, vielleicht telefonieren, was gerade so geht. Mein Wunsch: Es soll eine angenehme Zeit sein, kein Zwang, und ich will dabei NICHT über Arbeit reden (<- wobei das echt eine harte Nummer für mich ist).

Für mich gehört zu einem gesunden Tag auch, dass ich für mich einstehe. Dass ich sagen kann, wenn mich etwas oder jemand nervt. Dass ich nicht einfach aus Höflichkeit „schlucke“. Dass ich NEIN sage, wenn ich das so empfinde und will.

Außerdem gehört dazu, dass ich mich um mich kümmere. Mir die Zeit nehme, mich in aller Ruhe zu betüdele, mich ein bisschen zu schminke, mir etwas besonders Nettes anziehe. Ich neige zum Beispiel auch dazu, meine Woche zum großen Teil in Sportsachen zu verbringen, klar bei 12 Sportstunden pro Woche – aber so bleibe ich innerlich immer „im Einsatz“. Dabei gibt es doch im Prinzip DREIKOMMAFÜNF unterschiedliche Tagesabschnitte für mich:

    • EINS – Normale Tageszeiten mit normalen Tagesklamotten
    • ZWEI – Sportzeiten mit Sportklamotten
    • DREI – Schlafzeiten mit Schlafsachen
    • KOMMAFÜNF – Wochenendgemütlichzeiten mit Gemütlichklamotten

Und ich finde, diese Tagesabschnitte könnten sich ruhig auch in meiner Garderobe spiegeln. Oder? Bin nur ich eigentlich so merkwürdig?

Zum Bereich „um mich kümmern“ gehört auch, dass ich weiter meine Punkte auf meinen Listen abarbeite, siehe hier: Projekt 50 – let’s get ready to rumble (sagte ich schon, dass ich jetzt SPAGAT kann? Yeahaw, der Punkt kann von der sportlichen Liste – aber da möchte ich noch ein außerordentliches Ründchen angeben und ein Beweisfoto machen – werde deshalb separat darüber schreiben!).

... versorge ich mich vernünftig

Ich ernähre mich nach LCHF, orientiert an meinem eigenen Back to Basics-Kurs-Prinzip (da stehe ich absolut persönlich aus Überzeugung hinter) und gönne mir qualitativ hochwertige Lebensmittel. Ich sag’s gerne so:

Wenn ich oben Mist einwerfe, brauche ich „unten“ keine Wunder erwarten!

Nein, dazu braucht man keine speziellen Mittelchen, Special-Effect-Produkte oder Superfoodies. Nö. Esst zu euren hochwertigen tierischen Produkten reichlich regionales, saisonales und frisches Gemüse und Beeren, beides querbeet und bunt durch den Garten, dazu gesunde Fette und Öle – das ein oder andere Händchen Nüsse geht auch noch. Frisches Wasser, Kaffee, Tee. Ende Laube!

Wobei… STOP… Eine Ausnahme: Wegen der zahlreichen Sportstunden, die ich in der Woche gebe und die natürlich durchaus meinen alternden Körper fordern, nehme ich regelmäßig Magnesium. Aber das war es dann auch schon.

Ich nehme mir Zeit zum Essen. Ohne Ablenkung. Nur ich – und ggf. noch meine Tischgesellschaft. Kein Handy, kein Laptop, kein Fernsehen, kein Telefon, nicht im Stehen, nicht beim Autofahren, usw. usf.

Ich trinke genug. Dazu braucht es keine Unmengen aus meiner Sicht, aber 2-3 Liter (3 an sportlicheren Tagen) sollten es schon für mich sein. Ich trinke nur Wasser, Kaffee und Tee (normale Sorten, nix mit Zucker drinne).

So viel zunächst einmal von hier...

Das war es erst einmal. Mal sehen, ob da noch etwas dazu kommt. Aber all das liest sich für mich schon ganz schön gesund.

Und wenn ich davon einiges in den Tag einbauen kann und am Ende vor dem Einschlafen glücklich nickend sag: „DAS war gut!“ – Ja, dann war es für mich auch ein gesunder Tag.

Oder?

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