Tag 1-3 – Auf und ab beim Start

Tsja, kaum hat die Corona-Pause angefangen, wurde es schon ruckelig. Ich hatte mir die Umsetzung, dass es mir dieses Mal von Anfang an einfach gut gehen soll, ein wenig einfacher vorgestellt. Aber schauen wir mal drauf. 

Tag 1 - Zahl 1

Tag 1 - GEHT DOCH, Corona!

Montag, 02.11.2020, und somit Tag 1 der Corona-Pause. 

Ich wollte mir den Luxus gönnen und ausschlafen. Hab ich auch, bin von selbst aufgewacht, aber irgendwie hatte ich erwartet, dass ich länger schlafen würde als bis halb 8! Das kann ich doch sonst besser, wenn ich dazu die Chance habe. Zumal ich nicht gerade früh im Bett war. Schlafhygiene? Daran muss ich noch ziehen. Ansonsten war der erste Tag der Corona-Pause echt geschmeidig. Schauen wir mal drauf!

Highlights des Tages

  • Meine nach langer Zeit wieder aufgenommene tägliche Haushaltsroutine lief sehr geschmeidig an. 
  • Abends war ich mit meiner Tochter Sport machen, danach haben wir in aller Ruhe noch Tee getrunken und schön geplaudert. 
  • Als Hauptmahlzeit gab es Rindfleischfrikadellen mit sahnigem Lauchgemüse. Ich steh total auf einfach Hausmannskost. Zur Vereinfachung des neuen Alltags, damit mir mehr Zeit für mich bleibt, habe ich direkt einen ganzen Stapel Frikadellen gebraten – zum Einfrieren und für den nächsten Tag auch noch. Fühlte mich souverän
  • Meine Stimmung war ausgesprochen gut. Fast euphorisch. Und ich ging auch pünktlich, also nicht zu spät, ins Bett. 
Tag 2 - Ziffer 2

Tag 2 - BÄM, mitten auf die 12!

Dienstag, 03.11.2020 – Ich hatte wild geträumt und wachte noch früher auf als am Morgen zuvor. MAN! So nicht.

Müde öffnete ich mein rechtes Auge noch vor dem ersten Kaffee und checkte halbblind meine Mails. Eine Mail von Facebook? Was wollen die denn?

Hallo Annika,
du erhältst diese E-Mail zur Bestätigung, dass du kein Administrator von Natürlich LCHF – Back to Basics mehr bist. Du wurdest am November 2, 2020 at 6:30pm entfernt.

Wiiiiieeeee?

Das ist meine Businessseite bei Facebook, die ich früher oder später aufbauen möchte, wenn ich genug Zeit habe. Gekoppelt an meinen Businessaccount, gekoppelt an Instagram. WTF?

Hektisch öffnete ich den Rechner und sehr schnell war klar, dass man mich gehackt hatte. An meinem privaten Account war man dabei nicht interessiert gewesen, nö, aber am beruflichen. Man hatte sich da eingeschlichen und mich im ersten Schritt aus meiner eigenen Seite rausgeschmissen!

Fest stand: Da war meine Seite bei Facebook im Netz und ICH KAM NICHT DRAN.

Konnte nichts dran tun!

Und bitte… da steht mein Name, meine Telefonnummer und Adresse, mein Impressum… Immerhin hatte ich im Account weder meine Kreditkarte für Werbeetateinkäufe hinterlassen, noch meine USt-ID. Nicht auszudenken, was dann passiert sein könnte.

Ich hab richtig gezittert vor Wut und Verzweiflung. Was jetzt? Einen gehackten Account wieder zurück bekommen sei so viel einfacher als eine gehackte Unternehmensseite. SCHEISSE!

Ich schrieb Facebook an, zog quasi mein IT-Ticket. Im Internet stand jedoch zu lesen, man solle sich wenig Hoffnung machen, zumindest wenn man nicht gut zahlender Kunde bei Facebook sein.

Ich konnte noch die Namen der Übeltäter im Business-Account abfotografieren, habe die dann gelöscht. Hab Passwörter, Mailadressen ausgetauscht. Und alle möglichen Sicherheitsstufen eingebaut.

Dann fing ich an zu weinen. Konnte mich gar nicht mehr beruhigen. Kann mir mal jemand erklären, warum es in der Welt solche A*schl*cher geben muss? Was wollen die mit MIR?

Ich hatte das mal auf der großen Webseite LCHF.de. Ein fetter DDos-Angriff. Es hat Stunden gedauert bis wir den wieder, gemeinsam mit dem Hoster, in den Griff bekommen haben. Da sind mir auch fast alle Haare ausgefallen.

Ich sags euch. Wenn ich das nicht wichtig fänd, was ich tu, würde ich ALLES löschen. Das ist mir manchmal echt zu viel. So wie in dem Moment am Dienstag eben. Das braucht mein Herz echt nicht!!

Der Tag war kaputt. Ich saß wie ein hypnotisiertes Kaninchen den ganzen Tag vor meinem Facebook-Account und hab den bewacht. Geschaut, ob da wieder so Geier auftauchen. War zu nix anderem mehr in der Lage.

Furchtbar.

Erst nachts um 1 schlief ich ein. Tieftraurig und fix und fertig!

Scheißtag!

Tag 3 - Auf Regen folgt Sonnenschein

Mittwoch, 04.11.2020 – Die Nacht hatte ich dann doch geschlafen wie ein Stein. Wachte um 9 auf. 

Wieder erstes Auge auf die Mailkiste.

HEJ, NACHRICHT VON FACEBOOK!

Sie hatten mir meine Seite zurückgeholt und die Arschis vertrieben. Wahnsinn!

Danke, danke, danke für die echt zügige Hilfe. Da können andere schreiben, was sie wollen, besser hätte es kaum laufen können. Ohne Verzögerung (wenn man mal bedenkt, wie viel die wahrscheinlich zu tun haben) und ohne kompliziert zu werden.

Na gut, musste ja auch recht einleuchtend sein, dass es komisch ist, wenn ICH nicht auf meine eigene Seite draufkomme, wo genau MEIN NAME steht. 

Da lass ich jetzt mal nix drauf kommen!

Danke, Facebook!

War das dann im weiteren Verlauf ein guter Tag?

Hätte es ja werden können, das Problem war schließlich gelöst. 

Aber nix, das brannte anscheinend ordentlich in mir nach. Und ich merkte diese komische Müdigkeit und Schlappheit, die mich in der ersten Corona-Pause ständig um mich hatte. So eine komische Wattewolke. Wurde kaum besser davon, dass einige Sportkursteilnehmer nachfragten, ob wir jetzt wirklich wirklich keinen Sport mehr machen dürften? Nein, dürfen wir wirklich wirklich nicht. 🙁

Und wie damals auch: Schlechte Gedanken, kleine Ängste, ständig Wasser in den Augen.

Ich versuchte, mich zusammenzureißen. Aber das gelang maximal mittelprächtig und nur vorübergehend.

Abends wollte ich mit Hanna Sport machen, auch das war nur halbherzig.

Vor dem Einschlafen hab ich ein ernstes Wörtchen mit mir selbst geredet. KOMM SCHON, ANNIKA. Du willst das doch anders haben.

Irgendwann schlief ich ein. 

Eins sag ich euch, das möchte ich so schnell nicht mehr erleben. Nix davon. Auch diese Launen nicht. Aber ist halt leicht gesagt, schau’n wir mal, wie es weitergeht. 

Schreib mal wieder!

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